


Warum nicht gleich so?
Rund 10.000 Mal wurde der vollelektrische Cousin der S-Klasse seit seiner Markteinführung in Deutschland zugelassen – von 2021 bis 2025. Damit gilt der EQS zu Recht als Exot unter den Modellen mit Stern.
Von Paul-Janosch Ersing
Nach einem eher halbherzigen Facelift im Jahr 2024 gönnen die Stuttgarter ihrem einstigen Hoffnungsträger nun eine weitere Überarbeitung. Die größten sichtbaren Veränderungen betreffen die Bugpartie: Anstelle der eigens für die EQ-Modelle erdachten schwarzen Hochglanzmaske zeigt die Elektro-Limousine nun ein eher übliches Mercedes-Gesicht mit horizontalen Lamellen und hinterleuchteten Sternchen – auf Wunsch mit aufrecht auf der Haube stehendem Markenzeichen. Apropos Haube: Obwohl sie bei E-Autos keinerlei Sinn ergeben, signalisieren zwei ins Blech gepresste so genannte Power Domes jetzt mehr Selbstbewusstsein als bisher. Am Heck erkennen Fachleute eine leicht veränderte Rückleuchtengrafik sowie den etwas markanter gezeichneten Diffusor mit Chrom-Spange. Alles in allem fragt man sich beim Anblick des überarbeiteten EQS spontan: Warum nicht gleich so?
Lenken lässt sich der EQS künftig wahlweise mit einem klassischen Lenkrad oder mit einem – entfernt an einen Hüftknochen erinnernden – Steuerungsinstrument. Letzteres wird mit der neuen Steer-by-wire-Technologie und einer mitlenkenden Hinterachse (Paketpreis zirka 2.500 Euro) kombiniert. Lenkbefehle werden dadurch wesentlich direkter in Richtungsänderungen umgesetzt, als es jede Servolenkung erledigen könnte. Die Idee dahinter: Umgreifen bei engen Parkmanövern gehört der Vergangenheit an.

